Torture Garden Rubber Ball Special
03. Oct 2003
***BILDL01 Voller Vorfreude, wenn auch mit all dem Zweifel, der sich ergibt wenn man von der größten Party des Jahres hört, sich dorthin begibt und eigentlich überhaupt keine Ahnung hat auf was man sich für ein Abenteuer einlässt, machten wir uns zum Rubber Ball nach London auf. Für alle die, die noch nie etwas von dem Skin Two - Rubber Ball gehört haben sei gesagt, dass sich diese Party in Großbritannien, genauer in London, der Wurzel allen Fetisches, befindet und Menschen aus beinah jedem Land der Welt anzieht. Entsprechend aufgeregt waren wir natürlich, denn zum einen waren wir noch nie in London gewesen - ja, so jemand gibt es wirklich
- und zu anderem hatten wir überhaupt keine Ahnung hat, ob all die Reservierungen (wir wählte natürlich nicht die sicherste Bestellung, sondern vielmehr die günstigste) auch wirklich angenommen wurden. Norman, ein wenig gefasster bezüglich des Balls und nicht so aufgeregt, war sehr viel mehr mit eben der organisatorischen Seite der Reise beschäftigt und hatte alles supi gemanagt.
Zu Beginn die erste Hürde - die Reise zum Flughafen Frankfurt/Hahn! Das alles geschah natürlich vollkommen im Stress, eigentlich war dies auch beinah verständlich. Denn scheinbar ganz Deutschland befand sich zwecks verlängertem Wochenende auf der Autobahn und zu unserem Glück -oder eher Pech? -auch noch alle auf der A7. 30 Minuten vor dem Abflug erreichten wir mit kochendem Motor den Flughafen - das Einchecken ging zum Glück schnell und unkompliziert - und so befanden wir uns nach einem ziemlich kurzen Flug über den Kanal schließlich auch in London Stansted. Im Eiltempo zu den Koffern - puh!!! alles gut, alles da. Nicht auszudenken wenn da was schief gehen würde! Latex und High Heels füllten zu beinah 80% unser Transportgut, da darf nix schief gehen.
Nun denn, weiter zur Bahn und ab nach London im Stansted Express.
An der Bahnstation London Liverpool angekommen, überwältigte uns in den ersten Minuten das Flair von London City. Wir beide, die nur die abgeschiedene Ruhe und die gesittete Ordnung von unserer kleinen Stadt im Norden Deutschlands gewöhnt sind, standen nun vor der U-Bahnstation und fühlten uns einfach großartig. Wie konnte es bei diesen Menschenmassen auch anders sein? Hier musste die Party der Parties sein 
Alles um uns herum war die Hektik pur. Ruhe bewahren hieß es - solch einen Spruch kann in so einer Situation auch wirklich nur ein alter Yogi in seinen letzten Tagen gerissen haben. Nun denn, wir schnappten uns wieder einmal unsere sieben Sachen und machten uns endlich auf den Weg zum Hotel. Nach schon ziemlich vielen Stunden auf den Beinen, betraten wir endlich um 18.00 Uhr unser Zimmer und waren fix und fertig.
Viel Zeit zum Relaxen war allerdings nicht, denn ab 22.00 Uhr hieß es - Torture Garden -, welcher den Beginn des Rubber Ball 2003 einläuten sollte.
Verdammt ich war so aufgeregt!!! Ständig kamen Gedanken hoch was mich überhaupt erwarten würde. Wie sind die Menschen dort? Würde ich mich wohl fühlen? Ich wusste es wirklich nicht, aber all die Vorfreude und die vielen Lobeshymnen bezüglich des Rubber Balls ließen meinen Adrenalinspiegel total verrückt spielen.
***BILDR02 So denn, nach einem kurzen Relaxen war es Zeit sich entsprechend für den Abend zu stylen. Nun hatte ich die Qual der Wahl, als ich vor meinem Koffer stand und ratlos in den wohlschnüffelnden Berg meiner Latexsachen blickte. Schließlich hatte ich mich für meine Latexhose und mein schwarzes Top entschieden, dazu Handschuhe und natürlich High Heels - alles im klassischen Schwarz gehalten. Auf eine Party zu gehen und nicht zu wissen, was der große Schnitt trägt ist nun einmal nicht leicht. Zumindest wollte ich auffallen und hoffte darauf, dass der Großteil der Besucher sehr viel Haut zeigen würde. Wie konnte dieser Gedanke bei einer solchen Menge an Menschen auch nur soweit ausgedacht werden, ohne dass ich selber ein Schmunzeln hätte unterdrücken können?
Ich spürte ein Kribbeln als ich mich im Spiegel ansah, alles saß einwandfrei und glänzte wunderschön und mein Spiegelbild lachte mich an. Mein Make-up war nicht zu ausgefallen, denn wer probiert schon extrem neue Stile aus, wenn die Uhr tickt und man perfekt für den Abend aussehen möchte? Also das klassisch perfekte Make-up wurde gewählt, wobei ich wusste, dass dieses einfach klasse zum Outfit passte.
Letztlich noch ein wenig in den Haaren rumgezwirbelt, Mantel an und los ging es mit Stadtplan Richtung Torture Garden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir dann auch erfolgreich die richtige Adresse ausfindig machen können. Dieses Ausfindigmachen geschah im Übrigen in bitterer Kälte, ich getragen von High Heels und eingepackt in Latex, wobei Latex nicht wirklich die wärmste Alternative war! Da bekommt die Bedeutung von 'ausfindig machen' oder 'suchen nach' doch gleich eine ganz andere Würze, oder? Zumindest, als wir ziemlich bizarr gekleidete Menschen sahen und laute Musik hörten, wussten wir, dass wir am richtigen Ort waren. Der Abend konnte beginnen...
Nach der fleißigen, wohl aber vom Erfolg gekrönten Suche nach der Garderobe, begannen wir die vielen Räume zu erforschen. Jeder Raum hatte sein eigenes Ambiente. Zudem gab es viele Bars, ein Menge von gemütlichen Sitzgelegenheiten und natürlich auch Tanzflächen. Es waren wohl drei große Räume, wobei mich besonders der 'Dungeon', einen Raum wo mich diverse Pranger, Lustschaukeln, Käfige und Kreuze anlachten, besonders interessierte. Ob diese denn auch ihren Zweck erfüllen würden? Diese Frage spukte augenblicklich in meinem Kopf herum und ich fand diese Vorstellung sehr prickelnd.
Mehr und mehr Leute kamen in fantastischen Outfits in den Torture Garden. Ihr könnt es euch kaum vorstellen, aber es gab kaum einen Besucher, der nicht durch seine individuelle Art auffiel, es wimmelte nur so von gestylten Paradiesvögeln - Wirklich irre! Soweit im Übrigen nochmals zu meiner wohlüberlegten Kleiderwahl. Denn egal was man auch gewählte hatte - man war in seinem Element mit Sicherheit nicht allein!
Und dann sahen wir ein Pärchen und mussten stark überlegten, wo wir die Beiden unter Umständen schon einmal gesehen haben. Eigentlich kamen sie uns doch sehr bekannt vor, aber so richtig einordnen, das schafften wir dann doch nicht. Hm... wir tippten erst spät am Abend auf die liebe Lea und den Stefan, von unserem Haupteinkaufzentrum für Latex Fetishuniverse, was allerdings zu spät war, denn wir fanden sie, auch bei intensiver Suche, nicht wieder- und dabei hatten wir doch wirklich recht! 
Wohl an, den nächsten Bekannten erkannte wir - oder wurden wir erkannt? Nach einer Unmenge von lieben Mails und ganz langer Vorfreude, traf ich auf 3xL, der Kopf hinter www.lustlovelatex.com. Wir haben uns riesig gefreut ihn endlich persönlich kennen zulernen und zu erfahren, welcher Mensch sich hinter all jenen Mails tatsächlich verbirgt. Später trafen wir auch noch MissFuzzyBunny, eine wirklich liebes und bezauberndes Model. Sie trug einen wahnsinnig schönen Bauchmieder, in den ich mich sofort verliebte. Leider ist dieser von Polymorphe und damit leider viel zu weit entfernt von uns, ganz zu schweigen von den anfallenden Versandkosten. 
***BILDL03 Die Krönung des Abends boten uns dann zweifelsohne Martin Perreault und Bianca Beauchamp von www.latexlair.com. Als die Beiden vor mir standen konnte ich es gar nicht richtig begreifen, dass dies, das Sie Realität sind. Eigentlich wohnen sie doch am anderen Ende der Welt und sind Ikonen bezüglich des Qualitätsmaßstabes der Latexfotographie. Zumindest standen die Zwei uns jetzt persönlich gegenüber... das tolle daran war, dass auch diese beiden total liebe und überhaupt fantastische Menschen sind. Bianca sah in ihrem Outfit umwerfend aus - ganz niedliche Hotpants und ein sehr sexy transparentes Top und Martin ist ein unglaublich freundlicher und lieber Mensch und konnte uns eine Menge über die Leute erzählen, die wir im Torture Garden noch trafen. Und seine Kamera... ja wir müssen gestehen... man konnte nur neidisch werden. 
Die nächsten Stunden verbrachten wir damit zu reden, zu lachen und natürlich auch zu tanzen. Wir haben noch unglaublich viele nette Leute kennengelernt, denn je älter der Abend wird umso aufgeschlossen wird man ja... irgendwie
. Zumindest auch meine Vermutungen über all die netten Spielzeuge im Dungeon wurden bestätigt. 
Letztlich sollte erwähnt sein, dass mich überraschender Weise mit der Zeit auch mehr und mehr die Linsen der Fotografen fanden und irgendwie war das Ganze total nach meinem Geschmack!
Zumindest gingen mir in diesen Momenten nur wenige Gedanken durch den Kopf. Letztlich kann man sie wohl auf einen Punkt bringen mit: Wie sieht das Make-up aus? Wie sitzen die Haare? Und sieht das gut aus, was ich hier mache? 
Der Abend ging langsam seinem Ende zu und meine Füße gaben auch allmählich ihre Vitalität auf. So lagen wir, als wir alle, also Bianca, Martin, Norman und ich, geschlossen noch kurz zu MissFuzzyBunny und 3xL gegangen waren und wenig später aufgrund wohl vom Lärm gestörter Mitschläfer im Hotel vergrault wurden, um 5.00 in der Früh in unserem Bett. Was an diesen Abend alles geschehen war, konnten wir noch gar nicht so ganz verarbeiten, denn die Müdigkeit wurde einfach zu schnell übermächtig...
SWAY

